Belüftete Keramikfassade

Die gegenwärtigen Architektur- und Bautrends werden immer mehr durch das allgemeine gesellschaftliche Bestreben auf die Errichtung von energieeffizienten Gebäuden geprägt, was sowohl der Energieeinsparung als auch der Reduzierung der Emission klimaschädlicher Gase beiträgt und damit auch die unerwünschten Klimaänderungen reduziert. In der Republik Kroatien wurden in den vergangenen Jahren eine Reihe von Vorschriften und Normen erlassen, die - diesen Trend der nachhaltigen Entwicklung folgend - den energieeffizienteren Bau regeln.

Auf Grund des Regelwerks über die energetische Gebäudezertifizierung müssen alle Wohn- und Nichtwohngebäude, für welche nach dem 31. März die Standortgenehmigung oder Bestätigungen des Hauptprojektes beantragt wurden, das energetische Zertifikat besitzen, welches in Einklang mit dessen Bestimmungen ausgestellt wird.

Energieeffizient geplante Gebäude werden nach der jährlichen für die Heizung erforderlichen Referenzenergie (Verlust je m2 Netto Nutzfläche des Gebäudes) eingeordnet:

  • Nullenergiegebäude oder ähnliche < 15 kWh/m2 a' (Energie-effizienzklasse A+)
  • Passivgebäude 15-25 kWh/m2 a' (Energieeffizienzklasse A)
  • Niedrigenergiegebäude < 50 kWh/m2 a' (Energieeffizienzklasse B)


Abb. 1– Energieeffizienzklassen von Gebäuden nach der kroatischen Norm

Der größte Teil der Gebäudeenergie geht durch seine Hülle verloren, bzw. durch die Fassade und Fenster. Daher ist eine qualitätsvolle Ausführung dieser Gebäudeteile von großer Bedeutung. Eins der hochwertigen Lösungen beim Anbringen von Fassaden ist die belüftete Fassade. Sie besteht aus mehreren Konstruktionselementen (Abb. 2), die wir am besten als „Sandwich“ beschreiben könnten, der aus einer wasser- und dampfundurchlässigen Schicht, Alu-Tragunterkonstruktion, wärmedämmenden Paneelen sowie einer äußeren keramischen oder aus Laminat kombinierten Paneelhülle besteht.

Abb.2. a) Einzelheiten der belüfteten Fassade b) Luftstrom bei der Belüftung c) Dachkranz

 

Zwischen der Wärmedämmung und den Außenpaneelen wird eine freie Zwischenschicht von mindestens 40 mm angebracht, die mit den Belüftungsöffnungen auf dem Dachkranz verbunden ist, durch welchen die Fassade belüftet wird.

Eine derartige mehrschichtige Konstruktionslösung für äußere Fassadenbeschichtungen sichert ihre maximale Wärmeeffizienz, bzw. die maximale Wärmebeständigkeit sowohl im Sommer als auch im Winter (Abb. 3). Mit einer guten Parameterwahl und einwandfrei angebrachten Fenstern kann die belüftete Fassade die höchste Ebene der Energieeffizienz des Gebäudes bei der energetischen Zertifizierung sichern.




Sl.3 – Mechanismus des Wärmestroms bei der belüfteten Fassade

Gemäß den Vorschriften und Normen der Republik Kroatien haben wir das Wohngebäude in Žnjan mit einer belüfteten Fassade errichtet, wobei wir italienische Teile von erstklassiger Qualität verwendet haben. Auf Grund einer derartigen Ausführung wird dieses Wohngebäude in die Energieeffizienzklasse „B“ eingestuft.